Die IGBD präsentiert sich beim Runden Tisch Islam in Baden-Württemberg

Stuttgart, 04.05.2015 – Gastreferent beim heutigen „Runden Tisch Islam“ des Integrationsministeriums Baden-Württemberg war auch der Verbandspräsident der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland, Edin Atlagic.

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Er stellte u.a. die Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland als eine Gemeinschaft vor, die als Teil der Islamischen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina seit Jahrhunderten im Geiste eines pluralistischen Miteinanders auf dem Europäischen Kontinent wirkt. „Die Bosniaken sind ein lebhaftes Beispiel für eine europäische muslimische Gemeinschaft, die den Umgang und das Miteinander mit anderen Religionsgemeinschaft gewohnt ist und konstruktiv lebt. Städte wie Sarajewo oder Mostar zeugen davon in einer beeindruckenden Art und Weise. Konstituiert wurde unsere Gemeinschaft im damaligen Österreich-Ungarn. So war auch das in letzter Zeit viel diskutierte Islamgesetzt in Österreich Ausfluss einer Anerkennung an die Bosniaken wegen der großen Verdienste um die Monarchie. Traurig waren wir daher darüber, dass die Neufassung des Gesetzes in einem nicht unerheblichen Maße aus einer sicherheitspolitischen Perspektive heraus erfolgt ist.“

Im weiteren Verlauf seines Vortrags stellte der Verbandspräsident den Dachverband in Deutschland vor. Er berichtete von der breiten und vielschichtigen Arbeit in den 76 Gemeinden des Verbands. „Unsere Gemeinden sind nicht nur bloße Gebetsstätten. Unsere Imame vermitteln den Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Religionskunde Glaubensinhalte und universelle Werte, die dem Zusammenleben in unserer Gesellschaft dienlich sind. Die Gemeindemitglieder und ihr Nachwuchs sollen ihren Beitrag zum Wohle unserer Gesellschaft in ihrer Gesamtheit leisten. Darüber hinaus gibt es Koranlesungen und –auslegungen sowie seelsorgerische Aktivitäten. Unsere Gemeinden sind auch Begegnungsstätten, in denen neben unserem Glauben auch Tradition, Kultur und Muttersprache unseres Volkes gepflegt wird. Dabei bauen unser Handeln und unsere Tätigkeiten stets auf einem zeitgemäßen Islamverständnis und einer vernunftorientierten Gläubigkeit auf, wie sie in Bosnien und Herzegowina an den traditionsreichen Koranschulen und Fakultäten seit Jahrhunderten gelehrt wird. Von den Erfahrungen dieser Institutionen können auch die hiesigen Zentren für Islamischen Theologie lernen. Gegenwärtig sind wir dabei den Verband neu zu strukturieren sowie ein einheitliches Satzungsbild herzustellen.“

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Weitere Referenten beim Runden Tisch Islam unter dem Vorsitz der Integrationsministerin Bilkay Öney waren auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek sowie die Islamwissenschaftlerin Lamiya Kaddor. Für die Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland nahm auch der Vorsitzende der Gemeinde IG Stuttgart, Dr. Ferid Kugic teil. Beide IGBD-Vertreter luden alle Teilnehmer des Runden Tisch Islam für das kommende Wochenende zur feierlichen Eröffnung des bosniakischen Gemeindezentrums in Stuttgart-Wangen ein. Der ersten Moschee mit Minarett in der Landeshauptstadt.

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