Eine Botschaft an den Terroristen von Neuseeland

An den Terroristen von Neuseeland:

Ich schätze Deine Anstrengungen, die Gebetszeiten für das Mittagsgebet in Erfahrung zu bringen.

Ich schätze es, dass Du so viel über unseren Glauben gelernt hast, dass Du weißt, dass das Gebet am Freitag das meistbesuchte ist.

Zu Deinem Bedauern gibt es aber auch Dinge, die Du nicht gewusst hast.

Mit Sicherheit hast Du nicht gewusst, dass Du sie zu Märtyrern gemacht hast. Durch Deine Tat ist ihr Ansehen bei unserem geliebten Schöpfer gestiegen. Durch Deine Tat werden sie am Tag des Jüngsten Gerichts zu den Außerwählten und Besten zählen.

Mit Sicherheit hast Du nicht gewusst, dass Du mit Deiner Wahl von Zeitpunkt und Ort, durch Deine Tat dafür gesorgt hast, dass ihre letzten Worte der Lobpreisung von Gott dem Allmächtigen galten. Der Wunsch eines jeden Muslims ist es auf diese Art und Weise in die Ewigkeit – die andere Welt – über zu gehen. Diese Tatsache garantiert ihnen nahezu sicher ein ewiges Leben im Džennet (Paradies).

Ich schätze es, dass Du der gesamten Weltöffentlichkeit vor Augen geführt hast, dass unsere Moscheen und Moscheehöfe nicht verschlossen sind, und dass davor keine Wachleute postiert sind. Denn bei uns ist jeder willkommen.

Ich schätze es, dass Du der gesamten Weltöffentlichkeit vor Augen geführt hast, dass Muslime auch Personen wie Dich mit offenen Armen in unseren Moscheen empfangen, die für uns ein zweites Zuhause sind.

Ich schätze es, dass Du der gesamten Weltöffentlichkeit das wichtige Bild des Mannes vor Augen geführt hast, der schwer verletzt auf einer Trage den Zeigefinger emporhält, als Manifest seines Glaubens und des Vertrauens auf Allah (Gott).

Ich schätze es, dass Deine Tat dazu geführt hat, dass die Kirchen und andere Religionsgemeinschaften den Muslimen zur Seite stehen. Ich schätze es auch, dass Deine Tat dazu geführt hat, dass viele Menschen in Neuseeland und überall in der Welt ihr Heim verlassen, um Moscheen in ihren Nachbarschaften mit Blumen und schönen Friedensbotschaften und Solidaritätsbekundungen zu besuchen.

Du hast viele Herzen gebrochen und dazu beigetragen, dass die ganze Welt trauert. Du hast eine große Leere hinterlassen. Dennoch hast Du die Muslime gefestigt und einander näher gebracht. Du hast unseren Glauben gestärkt.

In den nächsten Tagen werden noch viel mehr Menschen in die Moscheen strömen. Die Orte, die Du so sehr hasst. Die Orte, die nun im Glauben gestärkt sind, inspiriert durch unsere getöteten Brüder und Schwestern.

In den nächsten Wochen werden noch mehr Nichtmuslime vor die Tore unserer Moscheen mit Blumen und sehr schönen Botschaften kommen. Vielleicht wussten sie bisher noch nicht, wo sich die Moscheen in ihren Städten befinden. Jetzt wissen sie es. Dank Dir.

Vielleicht hast Du Dein Ziel einer geplanten Zerstörung erreicht. Du hast es jedoch nicht erreicht, Hass, Angst und Verzweiflung in den Herzen von uns allen zu säen. Und während ich darüber nachdenke, dass das Dein Hauptziel war, muss ich Dir sagen, dass Dein ausgearbeiteter Plan und bemitleidenswerter und abartiger Versuch, einen Graben zwischen Muslime und Nichtmuslime in der Welt zu schaffen, fehlgeschlagen ist. Und darüber kann ich nicht traurig sein.

(Die Botschaft einer Chinesin, die unlängst zum Islam übergetreten ist, an den Terroristen von Neuseeland – Übersetzung ins Deutsche: E.A.)

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