Pressemitteilung: Brandanschlag auf islamisches Gemeindezentrum der Bosniaken in Bielefeld

Wiesbaden, 01.02.2017 – Nur wenige Tage nach der Ermordung von betenden Menschen in einem islamischen Gemeindezentrum im kanadischen Québec, verübten bisher unbekannte Täter in der gestrigen Nacht einen Brandanschlag auf das islamische Gemeindezentrum der Bosniaken in Bielefeld. Dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte der Feuerwehr kamen keine Menschen zu Schaden.

Brandanschlag auf das Gebäude der Moscheegemeinde der Bosniaken in Bielefeld

Brandanschlag auf das Gebäude der Moscheegemeinde der Bosniaken in Bielefeld

Der Vorstand der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland zeigt sich erschüttert über die wachsende Zahl an Übergriffen auf islamische Gotteshäuser und Musliminnen und Muslime in Deutschland und verurteilt diese. Der Anschlag auf das Gemeindezentrum in Bielefeld stellt einen weiteren Angriff auf unsere Wertegemeinschaft dar. Gesellschaftliches Miteinander, Zusammenhalt und Toleranz sind weiterhin Gegenstand von feigen Übergriffen einzelner Täter und ihrer vernunftlosen Anstifter aus dem entsprechenden politischen Umfeld. Die Muslime in Deutschland sind durch die wachsende Zahl von Übergriffen verunsichert und leben in Sorge und Angst.

Die undifferenzierte mediale Berichterstattung der letzten Jahre ist maßgeblich dafür mitverantwortlich, dass sich die Gewaltspirale gegen Musliminnen und Muslime in unserem Land sowie gegen ihre Gemeindezentren immer scheller dreht und größere Ausmaße annimmt. Wir fordern daher einen verantwortungsvolleren Umgang mit dem Islam und den Muslimen, um denjenigen Einhalt zu bieten, die auch in unserer Gesellschaft einen Keil zwischen die Menschen treiben möchten.

Die Islamische Gemeinschaft in Deutschland hat großes Zutrauen in die zuständigen Sicherheitsbehörden in unserem Land und fordert eine lückenlose Aufklärung dieser Taten. Die Täter sind mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zur Verantwortung zu ziehen. Musliminnen und Muslime und ihre Gemeindezentren sind Teil unserer pluralistischen Gesellschaft und als solche zu schützen.

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Foto: Christian Mathiesen, nw.de

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